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Review: Paul Elstak @ Tunnel Club Hamburg – 30.01.2015

Papa Paul zu Besuch bei der Hamburger Familie

Na, da haben die anderen Clubbesitzer auf der benachbarten Großen Freiheit sich sicher gefragt, ob es sich nicht lohnen würde, die Musik in ihren Läden umzustellen. Denn nirgends war am gestrigen Feier-Freitag eine längere Schlange an Partyvernarrten als vorm Tunnel Club Hamburg.

Wer sich nicht warm genug eingepackt und etwas Wartezeit einkalkuliert hatte, musste mit Sicherheit nicht nur einmal schlucken, als er sich an Ende der zeitweise etwa 100-Mann-Schlange anstellen musste… Wartezeit bis zum Einlass, teilweise weit über eine halbe Stunde!

Aber das Warten wurde schließlich nicht nur vom Ehrengast Hardcore-Papa Paul Elstak, sondern auch von den Lokalmatadoren Steve X, Corehead und weiteren belohnt, die die Stimmung nicht nur auf der Tanzfläche anheizten, sondern den ganzen Club zum kochen brachten.

Zwar war größtenteils auf der Tanzfläche das Tanzen aufgrund von Platzmangel etwas schwierig, aber der Stimmung des gut gelaunten Publikums hat das sichtlich keinen Riegel vorgeschoben und so wurde trotzdem bestmöglich abgefeiert und/oder auf der Stelle gewippt. 🙂

Vor allem als dann um 03:00 Uhr der Hauptact an die Turntables trat, platzte der Club vollends aus allen Nähten.
Mit neuen Tracks und altbewährten Klassikern hat Paul es meiner Meinung nach geschafft den Abend vollends zu einem Erfolg zu machen…

12 Euro Eintritt… Vollkommen gerechtfertigt!

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Review: Nightmare in Germany 2014 – Dreams are real @ (Ex-)Tarm-Center Bochum

Nightmare in Germany…

…eigentlich ein Name der für Qualität und einige der besten Partys der deutschen Szene steht.

Aber so wie die Qualität von anderen großartigen Marken in den letzten Jahre gelitten haben mag, so ist es leider auch mit der deutschen Szene immer mehr abwärts gegangen…
Ist es auch bei der Nightmare so oder haben wir hier ein Produkt gefunden das seinen qualitativen Standard halten kann?

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Wahrscheinlich bin ich nicht die Einzige, die einst über die Nightmare den Weg in die Hardcore-Szene gefunden hat.
Doch in welche Richtung hat sich unsere erste Party seit 2006 entwickelt?

Schauen wir uns das ganze doch mal in Ruhe an:

Damals wie auch am letzten Freitag war die gewählte Location das (Ex-) Tarm-Center in Bochum und damals wie heute ist die Location meiner Meinung nach mehr als passend und ich empfinde es immer wieder fast wie nach Hause kommen.

Das Soundsystem in der Mainhall und dem Wohnzimmer-Flair-Earlyfloor waren im Gegensatz zu der Anlage des Industrialfloors einer Nightmare mehr als würdig und so trieb es wohl nicht nur mich, sondern auch viele andere immer wieder im Kreis durch die Location. Und wer eine kurze oder teilweise doch etwas längere (Raucher-) Pause brauchte, der konnte sich an den wasserlosen Pool raus auf die Terrasse flüchten und die kühle Nachtluft in einer der Sitznischen genießen, ehe man sich wieder ins angenehme und nicht zu nervtötende Getümmel wagte.

Das Publikum, nicht so wie zuletzt, tatsächlich mal nicht nur von der neuen Generation und der Jugend beherrscht sondern gut durchwachsen mit ‘alten’ Gesichtern, die man teilweise schon eine Weile nicht mehr gesehen hatte.

Die Stimmung – egal wo man hinblickte – gelassen und gut gelaunt, wenn auch nicht mit dem Enthusiasmus und der Überschäenglichkeit, wie ich sie sonst oft auf anderen Events sehe und selber erlebe.

Chrono

Neben Buzz Fuzz auf dem Early-Floor überzeugten mich an dem Abend vor allem Gabba Front Berlin, Chrono und F.Noize auf dem Indu und Paul Elstak, Tieum und schließlich als Finale ungeschlagen und zur Eskalation einladend SRB auf der Main.

Alles in allem kann ich aus meiner Sicht sagen, dass die Party ein absoluter Erfolg war!
Wobei ‘Erfolg’ in diesem Fall definitiv nicht das Maß aller Dinge war. Denn es wäre meiner Meinung nach noch eine ganze Menge mehr drin gewesen… Oder nicht?

Aber:
Vielleicht liegt es an den Erinnerungen an meine erste Nightmare oder an der Melancholie, die das Älter werden so mit sich bringt
– doch trotz all der positiven Dinge, die es über die Nightmare dieses Jahr zu sagen gibt und der wenigen Negativen –
sehe ich, dass die deutschen Partys sich in eine Richtung entwickeln/verändern, von der ich mir noch nicht sicher bin, ob sie mir gefällt…

…oder wie seht ihr das?

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Der Heine – Die Zerstreuten Vögel (MOD4)

der heine

Review (geschrieben von Bazer)

Das 2013 von Peter Winklaar ( The Peoples Republic Of Europe ) neu eröffnete Label Monsters of Doomcore präsentiert mit seiner 4. EP, den deutschen Newcomer-Producer namens “Der Heine”. Das Release beeinhaltet 3 Tracks welche in die industriell-corige bis hardtechnoide Richtung produziert ist. Das ganze Release durchzieht eine kompromisslose, monotone Art von Distortion-Kickdrums.

Die Zerstreuten Vögel begleiten maschinelle/industrielle Sounds der rohen Art und auf sonstigen Schnickschnack wie Vocals oder Athmosphäre wartet man hier vergebens.

Das hört sich in Club Rulez schon ganz anders an, wo eine dunkle Athmosphäre und der Vocal aus dem Film “Fight Club” das Distortion-Kickdrum Trackbild verziert.

My First Day stützt sich dann auf einen oldschooligen Synthbeat, welcher in den breaks immer wieder vordergründig in Erscheinung tritt. Vocalsample inklusive. Die Art von Distortion wurde in diesem Track besonders ausgereizt.

Fazit

Wer auf halbdunklen, industriellen Stampfersound steht, sollte hier unbedingt mal reinhören.

Preview & Buy: http://monstersofdoomcore.bandcamp.com/album/die-zerstreuten-vogel

 

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Review: Ground Zero @ Thermen Bussloo 30.08.2014

Bühne1neu

Ground Zero 2014
30.08.2014 / Thermen Bussloo

DAS Festival das süchtig macht!

Nach einem scheinbar endlosen Jahr des Wartens, war es gestern endlich wieder soweit. Die ‘Thermen Bussloo’ haben erneut ihre Pforten für ein Festival der Extraklasse geöffnet… Und die Erwartungen hätten wohl höher nicht sein können.

Vor allem diejenigen, die bereits in einem der vergangenen Jahre in den Genuss der Ground-Athmosphäre gekommen sind und die das Fieber so gepackt hat wie mich vor einigen Jahren, waren natürlich gespannt auf die Fortsetzung des unverwechselbaren Konzepts, das dieses Festival
neben der Tatsache, dass es das einzige Outdoor-Event Hollands ist, das nachts stattfindet
so einzigartig macht.

Aber hohe Erwartungen neigen leider oftmals dazu zu den größten und bittersten Enttäuschungen zu werden, also hier die Highlights und wichtigsten Infos für euch zusammengefasst:

Das Gelände:
Die Harder Styles gehen auf Distanz

Letztes Jahr ein noch scheinbar bunt zusammengewürfelter Aufbau,
dieses Jahr eine klar getrennte und geordnete Gelände- und Floorstruktur.

Neben den Lockerboxen, die mit einem neuen schlüsselfreien System aufwarteten, war auch der Gesamtaufbau der Ground Zero dieses Jahr ein komplett neuer im Vergleich zum Jahr 2013.
So trennte sich dieses Jahr bereits direkt zu Anfang die Spreu vom Weizen…

Hardstyle-Liebhaber wandten sich an der jährlich wechselnden Kirmisattraktion, die dieses Jahr den Mittelpunkt des Geländes markierte und somit direkt am Eingang flanierte, nach rechts. Wohingegen die Besucher, die es doch lieber noch eine oder zwei Nummern härter mochten, sich in entgegengesetzter Richtung auf den verschiedenen Floors entlang des Seeufers verteilten.
Nah beieinander aber doch nicht kreuz und quer – ein Aufbau mit System…
Die Hardstyle-Floors auf der einen und die Hardcore-Floors auf der anderen Seite des Geländes.

Für mich schon direkt zu Beginn eine deutliche Verbesserung!

Lediglich diejenigen, die in beiden vertretenen Hauptgenres DJs unterstützen und zu deren Sets feiern wollten, hatten in diesem Jahr etwas größere Distanzen zu überwinden, um von einer Stage zur anderen zu kommen.
So war man, im schlechtesten Fall, gut und gerne mal über zwanzig Minuten unterwegs, wenn man vom

Industrial-Hardcore-Floor zur Main-Hardstyle-Bühne am anderen Ende wechseln wollte. Da dieses Dilemma aber zum Glück nur einen verschwindend geringen Anteil der Besucher betraf, ist das Geländekonzept in meinen Augen ein voller Erfolg gewesen!

Die Floors:
Frei nach dem Motto: Hard – Harder – Ruhr’G’Beats

2013 noch eine kleine, unbekannte, neue Stage, die anfangs bei den Holländern wohl lediglich ein wenig Neugier geweckt haben dürfte,
– dieses Jahr schon bereit
dem Industrial-Floor
– nicht nur in Sachen Größe, sondern vor allem was die ununterbrochene Fülle des Zeltes anging –
gehörig Konkurrenz zu machen!

Schnall dich an Holland…
…die Deutschen geben Vollgas und bringen neben bekannten Größen der Szene,
wie unter anderem s’Aphira, Tieum und Andy the Core,
auch neue
Talente aus den eigenen Reihen mit.

Schade nur, dass die Anlage dem seit letztem Jahr um mehr als das Doppelte an Fläche vergrößerten Floor nicht zu 100 % gewachsen war. Vor allem die Feiernden, die im hinteren Teil des Zeltes standen, mussten deshalb immer mal wieder für kurze Zeit beinahe komplett auf jegliche Art von Bass verzichten, wenn die Boxen ihre Arbeit zwischendurch aufgaben.

Das hatte allerdings keine wirklichen Auswirkungen auf den anhaltenden Besucherstrom, der die ganze Nacht das Zelt bis zum bersten gefüllt hielt.

Offensichtlich war ich also nicht die Einzige, die es, aufgrund der einfach herausragenden, antreibenden Sets, am Ende immer wieder dorthin zurück zog. Und wenn die Anlage mitspielte, war das Spektakel dort schlichtweg perfekt und an überschwappenden Gemütern und guter Laune kaum zu überbieten.
Grandioser Uptempo-Hardcore im gesunden Mix mit Industrialbeats, Frenchcore und Terror… Eine Strategie die in der Szene offensichtlich auf fruchtbarem Boden gelandet ist. Weiter so!

Industrial – große Namen im perfekten Rahmen

Ein Hardcore-Festival ohne die treibenden Bässe und speziellen Beats des Industrial ganz klar: Unmöglich!

Auf dem alteingesessenen Floor werden keine Experimente und auch keine Kompromisse gemacht. Hier muss schlichtweg alles passen.
Und das hat es!
Namenhafte DJs sind auf eine Anlage getroffen, die immer wieder die Herzen hat schneller schlagen lassen und in die Gesichter der Indu-Begeisterten, ein breites Grinsen zaubern konnte.

Der Bass der im angrenzenden Floor ab und an fehlte, war hier in jedem Fall durchgängig und in gewohnter, bester Manier zu finden und so brachten nicht nur Igneon System, ‘The Outside Agency‘ und ‘The Producer’ die Zeltwände zum Beben und die Feiernden zum eskalieren.

Für jeden was dabei gewesen? – Hardcore-Mainstage

Ein abwechslungsreiches Line Up, das neben Szene-Größen wie Angerfist, Unexist, Amnesys u.v.m. vor allem auch eines geboten hat: Abwechslung! DJ-Teams und -Kombinationen, die man so noch nirgends zusammen hat auflegen sehen, haben es geschafft sogar viele von denjenigen zur Mainstage zu locken, die diese sonst eher meiden. Und wenn man sich nach der Stimmung richtet, die selbst dann noch anhielt, als ein kurzer, aber heftiger Regenschauer auf die Masse herunter prasselte, waren wohl selbst die wählerischen unter den Anwesenden zum größten Teil positiv überrascht.

Allerdings scheint es so, dass man sich mit einer Teamzusammenstellung ein wenig verschätzt hat.
Denn da wo Day-mar, Tieum und Radium die Massen noch zum rasen gebracht haben, war es gerade der letzte Act auf der Hardcore-Mainstage, der das Gesamtbild einer beinahe perfekten Nacht zum Ende hin doch noch ein kleinwenig getrübt hat.
Das zumindest spiegelte sich später und währenddessen in den Reaktionen und Gesprächen wieder.

Sollte ein Schlussact, gerade wenn alle anderen kleineren Floors eine Stunde vor Ende geschlossen werden und so wirklich alle zur Mainstage strömen, nicht die letzten Reserven aus jedem einzelnen locken?
Sollte ein Schlussact nicht an die vorangegangene Stimmung anknüpfen und sie, wenn möglich, noch steigern, anstatt 90 % der Menschen auf der Tanzfläche zum stehen zu bringen?!

Nun die Zusammenführung von Tieum, Amnesys, Lenny Dee und Ophidian hat es jedenfalls nicht geschafft zu überzeugen.
Das Set – das auf jeden Fall ein paar schöne Höhepunkte hatte – konnte das Niveau der Vorangegangenen schlicht nicht halten bzw. steigern, was man allein daran erkennen konnte, dass dort wo vorher noch enthusiastisch getanzt und gefeiert wurde, nun nur noch automatisches Kopfnicken oder auf der Stelle Wippen zu sehen war.
Schade!

Ein persönliches Fazit:

Wer mit einem Konzept, wie dem der Ground Zero in den Kampf der Party-Veranstalter einsteigt, muss sich nicht nur seiner Sache unglaublich sicher sein, sondern er muss auch auf das vertrauen, was unsere Partys wie nichts anderes bestimmt: die Musik!
Das Konzept der Ground Zeroanders als die der meisten anderen großen Festivals – basiert nicht auf schicken, einzigartigen Bühnenkonstruktionen, einer professionellen Lasershow oder einem fantasievoll umgestalteten, künstlichen Gelände, an das man sich noch Jahre später erinnert und erzählt wie toll alles aussah und wie beeindruckend die Bühne und die passenden Laser waren…
Wenn ihr schon mal auf solch einem Festival wart, erinnert ihr euch noch wirklich an die Musik? Oder nur an die Show die drum herum war? Hand aufs Herz.

Im Vergleich dazu sind die Bühnen auf dem Ground Zero Festival schrecklich schlicht. Außer ein paar simplen hier und da eingefügten Effekten, wie Flammensäulen auf der Mainstage, Bildschirmen in unterschiedlichen Größen oder der verschiedenen Lichter und Laser – die selbstverständlich an keinem Floor fehlen dürfen – wird kaum etwas genutzt, das uns ablenkt und unsere Sinne mit aller Art Reizen praktisch nur so überflutet.
Stattdessen liegt der Fokus seitdem ersten Festival 2007 bis heute schlicht und einfach auf der Musik und macht die Party so für mich jedes Jahr wieder zu einem der besten Festival…

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Synaptic Memories-Misanthropy(Meta4 Q)

The Disputed King of Industrial and the Italian Guys

Die beiden Italiener Andrea Del Boni und Lorenzo Arcari ergeben zusammen das italienische Industrial-Techno Duo Synaptic Memories. Seit einigen Jahren produzieren die Herrschaften anständigen Industrial-Hardcore anfangs gab es nette Free-Tracks und mittlerweile gibt es schon Veröffentlichungen auf Noisj, GGM, Dark Like Hell und jetzt aktuell auf Meta 4 dem Label für experimentellen Hardcore, welches Ophidian aus dem Boden stampfte. Das letzte Meta4 Release was ich noch in schöner Erinnerung habe ist das von Mortifer welcher sich mit der „Degenerate Era“ EP 2012 endgültig in die Herzen der Induhörerschaft produzierte.

Meta4

Kommen wir aber nun zu diesem aktuellem Release welches vielleicht das letzte sein könnte, dieses Jahr auf diesem Label, denn im Schnitt veröffentlicht Meta nur 1-2 Releases im Jahr. Das Ziel von Meta4 ist es immer gewesen experimentellen Hardcore zu releasen der auf keinem anderem Label Platz finden würde, so kommt es manchmal vor das man in einer Trackstruktur mehrere Stile raushört wie z.B Rhytmic Noise, Industrial, Breaks u.v.m.

Green Slimes Attack

Sehr schleppende und noisige beats driften ab in einem ziemlich flott erreichten Break. „Let the Attack beginn“ läutet es ein und ne ordentlich Kickdrum die ziemlich maschinell wirkt hämmert gnadenlos auf einen ein. Ein paar spacige Sounds dazu und man bekommt den Hardcore-Soundtrack zu H.R Gigers Alien. Der längere Break kommt mit Vocals direkt aus dem Space-Cockpit daher doch danach erwartet einen ein wahrhaftiges Sound-Revival. Die Synth-Sounds lassen an gute alte Hamunaptra-Zeiten erinnern doch dabei wirkt das ganze nicht wie eine billige Kopie, im Gegenteil ich hätte mir eine längere Fortführung des Synths gewünscht aber man kann bekanntlich ja nicht alles haben. Der letzte Break vor dem Outro Part wirkt ein wenig Ideenlos doch die Djs unter uns freuen sich bestimmt über die ca. 1 Minute des Outro-Parts zum rausmixen.

Misanthropy

Kommen wir nur zum EP Titel welcher mal eben locker 10 BPM langsamer uns in seinen bann zieht, als seinen Vorgänger. Der Misanthrop kommt zu beginn ein wenig Spooky daher und lässt seine durchschlagende aber dennoch klare Kick für sich sprechen. Wenige weitere Elemente setzen hier ein und der Track wirkt bis dahin ziemlich minimalistisch auf einen, doch durch den darauf folgenden dunklen Break, wird man erst so richtig in einen düsteren Bann gezogen. Leise Percussions führen dann den Mainpart ein welcher auch wieder mit einem netten Synth-Sound nicht geizt, ähnlich wie bei „Green Slimes Attack“. Der letzte Part gefällt mir hier auch deutlich besser da die Fläche im Hintergrund die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhält. Well done!:-)

Ectoplasm(Noise Mix)

Wer auf Rhythm and Noise steht ist bei „Ectoplasm“ genau an der richtigen Stelle. 130 BPM walzen gnadenlos auf einen zu und der Break ist einfach nur düster und knarzt vor sich her. Danach geht es ohne Kompromisse weiter und auch die Liebhaber aus der „EBM-Szene“ werden hier dran bestimmt Ihren Spaß haben. Dadurch das der Track ein paar quietschende Töne zugeschustert bekommen hat, wird er im weiteren Trackverlauf nicht zu monoton welches ja oftmals ein Problem ist, bei Tracks wie diesen doch das haben Synaptic Memories geschickt gelöst.Vor dem Outro-Part hätte ich mir lieber noch einen etwas längeren Break gewünscht aber die Produzenten werden sich schon Ihren teil dabei gedacht haben.

Flagellum

Der letzte Track dieser EP bedient sich nur zu gerne wieder an der 150 BPM Marke wobei der Kickverlauf sich bis zum Ende des Intro-Parts langsam aber durchdringend steigert. Beim Hören des Breaks fühlt man sich wie George.Clooney in Gravity. Einsame leere die schnell durch ein paar Vocals zerbrochen wird. Im Mainpart erwartet uns dann eine durch und durch starke Acid-Hook welche von kleinen Kick-Spielereien nur noch dick unterstrichen wird. Im letzten Part wird der 90er Part noch einmal schön verdeutlicht und zum Ende hin erwartet einen ein ordentliches Kick Gewitter welches einen in Handumdrehen fesselt. Plötzlich lösen sich diese Stränge in einzelne Kicks die sich dann in den weiten des Weltalls verlieren. Schwer zu begreifen?! ANHÖREN!

Fazit

Synaptic Memories haben schon viele gute Tracks hervorgebracht aber meines Erachtens sind Sie leider oft unter Wert geblieben oder andere haben das können der beiden Italiener noch nicht für wahr haben wollen. Dies sollte sich mit diesem Release endgültig erledigt haben, da es sich hier einfach nur um eine ziemlich intelligente und durchstrukturierte EP handelt. Die ersten beiden Tracks landen auf jeden Fall in meine persönliche Playlist.

Anhören und Kaufen könnt Ihr die EP bei Bandcamp:

http://meta4recordings.bandcamp.com/album/misanthropy

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Review: Anime @ Tunnel Club Hamburg 22.08.2014

Anime

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Die Szene kehrt zurück auf dem Kiez…

Der Tunnel Club Hamburg ist zurück und hat gleich die angesagtesten DJs im Schlepptau!

Italian Hardcore hält Einzug in St. Pauli

Gestern hieß der Tunnel, die schon von der Dominator und anderen internationalen Großevents, bekannte italienische Djane Anime willkommen, die nicht nur die Turntables zum tanzen brachte!

Laute Hardcorebässe treffen auf die Hamburger Feierwütigen. Top oder Flop?

Zwar ist die Location nach wie vor nicht die Größte, aber der guten Laune hat das definitiv nicht im Wege gestanden. Vom anfänglichen Hardstyle – der alte Schätze beinhaltete, die man meiner Meinung nach, mal wieder viel öfter zu hören bekommen sollte – wurde bald zu den schnelleren Beats gewechselt und auf der Tanzfläche kochte die gute Laune schon bevor der Hauptact des abends sich daran machte, das Durchhaltevermögen der Anwesenden auf die Probe zu stellen.

TOP! – Daumen hoch

Ich behaupte, jeder der Main-Hardcore liebt, kam gestern komplett auf seine Kosten bei dem fantastischen Set, das Anime da zum Besten gegeben hat… Es war einer Dominator-Mainstage würdig und die Fülle der Tanzfläche, auf der man sich dann doch schon etwas dünner machen musste, bestätigt meine Behauptung nur. Da haben sich die gerade mal 10 € Eintritt auf jeden Fall mehr als gelohnt, würde ich sagen!

Fazit:

Von der Atmosphäre bis hin zu den Getränkepreisen – bis 01:00 Uhr gabs verschiedene Kurze für nur 1 € – war es ein absolut gelungener Abend, der einfach Lust auf mehr gemacht hat…

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Hamunaptra & Ophidian – Beyond Dusk & Dawn (Official Ground Zero Hardcore Anthem)

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Hamunaptra und Ophidian haben sich zusammengetan um das diesjährige Hardcore Anthem zur Ground Zero “Beyond Dusk And Dawn” abzuliefern.

Review

Von Hamunaptra hörte man die letzten Jahre nur noch wenig, doch wenn er dafür nur noch so Knaller mit Ophidian raushaut (das letzte Lebenszeichen war ebenfalls eine Collab mit ihm), darf das von mir aus ruhig so bleiben.

Die für ihn typisch kreischenden Synths sind nach wie vor vorhanden und an Ophidian’s Produktion gibts auch nur wenig auszusetzen.

Das ganze erinnert sehr stark an alte (bessere) Enzyme/Darkcore-Zeiten und (glücklicherweise) kaum an ein Anthem. Trotzdem klingt die Nummer aber modern genug um nicht nach altem Kaffee zu schmecken. Sehr gute Arbeit!

Fazit

Wer hier ein Anthem mit einer einprägenden Melodie und dick aufgetragenen Vocals erwartet, ist hier fehl am Platz. Freunde des Darkcore und älteren Enzyme-Sounds kommen dafür voll auf ihre Kosten. Absolute Kaufempfehlung!

Preview & Buy: https://enzymerecords.bandcamp.com/track/beyond-dusk-and-dawn

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(SOP 024-1414 )Energetic X-After Midnight

After A Long Sleepless Night

Enrico Stade a.k.a Embrionyc dürfte den meisten mittlerweile ein Begriff sein spätestens seid seinem Debut-Album “Another Sleepless Night”welches 2012 auf Noisj erschien. Verträumte Flächen, Trance angehauchte Hymnen die zum größten Teil von schleppenden aber überragenden Beats begleitet wurden fand man in dieser Form leider nur selten und es gab kaum etwas Vergleichbares. Meiner Meinung nach entspricht sein Sound dem “Phuture Rave” des neuen Jahrtausends. Danke Marc Acardipane für das was du geleistet hast doch jetzt ist Herr Stade am Start. Es ist und bleibt ein zeitloses Album und führte dazu, dass der junge Embrionyc für zahlreiche Events gebucht wurde. Ehre wem Ehre gebührt.

Not Quite Forgotten

Ist der Titel des Nachfolgers gewesen wobei die erste CD mehr das Mainstyle-Publikum verzücken sollte und die 2.Cd ehr an die Leute gerichtet war die sich in dunklen Kellergewölben zu langsamen und schwereren Beats treiben lassen. Es war garantiert kein schlechtes Album aber vielleicht war auch die Erwartungshaltung bei mir persönlich zu groß, so dass ich leider sagen muss das der ein oder andere Titel auf beiden Cds für mich persönlich untergegangen ist. Zeitlose Hits sind auch hier vorhanden aber meiner Meinung nach hätte er noch etwas warten können mit diesem Album. Trotzdem ist es auch ein Album welches auch noch im Jahr 2014 ganz klar aus der Mainstyle und Industrial-Masse extrem hervorsticht.

After Midnight

So gab es nun in der Hardcore-Historie 2 großartige Alben von dem jungen Mann aus dem Ruhrgebiet der noch lange nicht satt war und uns dieses Jahr einer der größten Überraschungen des Jahres mit seinem Alter Ego Energetic-X “After Midnight” abgeliefert hat. Wer darauf hofft das ein Dj Tiesto vom Hardcore-Prügel vergewaltigt wird sollte am besten wieder zu den Vorgängern Alben greifen, denn mit dem aktuellem Album katapultiert Energetic-X  seine Zuhörer in eine Zeit zurück in der er selber bestimmt noch nicht ans feiern gedacht hat.

“After Midnight” geht ganz bedacht einige Stufen zurück und liefert der elektronischen Musik das was sie eigentlich immer nur sein sollte: “TECHNO” Nicht mehr und nicht weniger. Die Tracks sind einfach und monoton gehalten und schließt man unter dem Strobohagel die Augen wird diese Musik jeden auf eine schöne Reise mitnehmen. Zuletzt hat man dies bei Stan Grewzell erlebt als die ersten From The Deep Partys in der Hansestadt Hamburg Einzug gehalten haben.

Trotz der monotonen Grundlage wird das Album in keiner Sekunde langweilig, da die straighten Techno-Beats mit schönen aber auch verstörenden FX-Effekten versehen worden sind und treibende Percussions einen in einen atmosphärischen Sog ziehen. Bei genauerem hinhören bemerkt man ziemlich schnell das hier der perfekte Mittelgrad zwischen Techno und Industrial-Hardcore geschaffen worden ist.

Lobend ist aber auch noch anzumerken das dass Album nie in Gefahr läuft in Richtung Hardtechno oder besser gesagt Schranz abzudriften. Wer Techno liebt wird dieses Album vergöttern es ist das ausgereifteste was Enrico meines Erachtens je produziert hat und auch eins der konsequentesten Alben der letzten Jahre. Es ist Schlüssig und lässt sich in einem Rutsch gut durchhören.

Als Destroy your Destiny hatten wir zuletzt die Ehre auf einem nicht ganz legalen Rave fast das komplette Album zu spielen. Die Reaktionen der Leute waren ziemlich enthusiastisch: Es wurde gestampft, gefeiert,geschrien,gepfiffen,geklatscht und gejubelt.

Ja! Genau so wie es früher einmal war. Das sollte Beweis genug sein.

Das Album ist dieses Jahr im Juni auf Spirit of Progress einem Sublabel von Noisj erschienen.

http://noisj.bandcamp.com/album/energetic-x-after-midnight

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Meander – Gazing Long Into The Abyss (TNT010)

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Schon kurz nach Veröffentlichung seines Albums “Carbon” im Jahre 2012, wurde bekannt dass Meander bereits an einem Nachfolger dessen am arbeiten sei. Einige kurze Previews konnte man nach und nach schon auf der ein oder anderen Mix-CD hören und der Verdacht machte sich breit, dass sich der Sound von Meander diesmal ganz anders zeigen würde als bisher bekannt.

Bei Meander handelt es sich übrigens um ein Projekt des Produzenten Conrad Hoyer. Den meisten wahrscheinlich bekannt als Ophidian. Als Meander widmet er sich größtenteils den gebrochenen Beats. Neben einigen Solo-EPs kamen dabei bisher das eher IDM/Downtempo Album “Etched In Salt” zusammen mit Tapage im Jahre 2010, sowie das melodiös, verträumte Breakcore Album “Carbon” im Jahre 2012 zustande. Gespannt hat der geneigte Hörer natürlich drauf gewartet, was er einem auf DJ Ruffneck’s, eher Crossbreed/Drum & Bass angehauchtem Label, Tainted Audio bieten würde.

Review

Das Intro “The Abyss” lässt einen schon erahnen dass einen hier keine verträumten Melodien erwarten werden, sondern eher rabenschwarze Dunkelheit.

Weiter gehts mit “Pretend” welcher sich allein atmosphärisch schonmal von dem abhebt was einem sonst so auf Tainted Audio vorgesetzt wird. Ein gelungener Start, der auch gleich den Ton setzt für die kommenden Tracks des Albums.

Kommen wir zum AK-Industry Remix von “Black Smoke”. Mit das beste was ich bisher von den Schweizern hören durfte. Die Athmo des Originals wurde beibehalten, doch durch Hardcore-Kicks partytauglicher gemacht. Der Track sollte sowohl in Hardcore/Gabber sowie Drum & Bass/Crossbreed Sets, bestens funktionieren.

Der “Stranger” haut einem nach seinem düsteren Intro ordentlich die Snares um die Ohren. Produktion erinnert leicht an alte DJ Hidden oder Current Value Tracks, ist aber noch eigenständig genug um nicht als Kopie durchzugehen.

Mit “Almost Evil” zeigt uns Meander wohl seine Liebe zur alten Schule des Drum & Bass. Ziemlich trippiger Track der einen mitnimmt auf eine Reise ins Ungewisse.

“Tainted” klingt so wie der Name es vermuten lässt. Verdorbene Athmo trifft auf gnadenlosen Half-Step, der nach dem Mittelpart nochmal um harte Kickdrums erweitert wird. Böse Nummer!

“Visions Of Demons”… man möchte sich garnicht erst vorstellen wie sie aussehen mögen, wenn sie schon so klingen. Nach dem ruhigen Start des Tracks entläd sich ein brutales Drumgewitter auf den Hörer welches seines gleichen sucht. Soweit der aggressivste Track des Albums!

Als Vorbild zu “Search & Rescue” dienten wohl recht aktuelle Tracks von Machine Code oder Current Value. Meander zeigt hier dass er auch eher technoid gehaltenen Drum & Bass produzieren kann. Leider fällt das Resultat zum Rest des Albums etwas aus dem Rahmen. Dennoch keine schlechte Nummer.

Und schon wieder ein Monster. Nach etlichen Tracks mit Monster-Samples im Hardcore-Bereich, kommt Meander hier nun mit seinem “Another Monster”. Dennoch erwartet einen hier kein billiger Abklatsch, sondern ein Floorfiller erster Güte! Die Kicks uns Snares prügeln ordentlich drauf los und intelligent eingesetzte Samples setzen dem ganzen noch die Krone auf. Ein wahres Monster!

“Endless Blackness”, das Anthem zum Q-Dance Qore Event 2012, ist hier im VIP Mix zu finden. Viel wurde nicht verändert. Man möchte fast meinen es handelt sich hier um einen Ophidian Remix und die nächsten Titel des Albums würden eher hardcore-lastig werden. Doch weit gefehlt…

Denn das “Lamb” dient quasi als Brücke um den Drum & Bass/Crossbreed-Part, vom Breakcore-Part des Albums zu trennen.

“Lambaste”… Beklemmende Stimmung, abstrakte Beatstrukturen, ein Klavier und düstere Sprachsamples. Danach bleibt eigentlich nur eine Frage offen: Wie zum Teufel soll man sich darauf bewegen? Irgendwo macht genau das den Track aber auch aus. In Sachen Komplexität und Struktur übertrifft Meander sich hier nochmal im Vergleich zu seinen Werken auf “Carbon”.

“Iconoclast” fegt wie ein Tornado durch den Lautsprecher und hinterlässt nichts als Verwüstung und verstörte Tanzflächen. Brutales Breakcore-Getrommel trifft auf Hardcore-Kickdrums. Don’t move!

Der “Skeleton Dance” erinnert am ehesten an frühere Werke von Meander. Düstere Melancholie gepaart mit intelligent eingesetzten Drums und Snares. Leicht verträumt bereitet einen dieser Track auf das bevorstehende Ende des Albums vor.

“Candle” basiert auf dem Intro des Albums. Auf halbem Wege bekommen wir nochmal ein wenig Breakcore vorgesetzt, bis die letzten Töne ausklingen.

 Fazit

Wer hier einen direkten Nachfolger seiner bisherigen Alben erwartet, sollte lieber vorher reinhören, denn es geht musikalisch größtenteils schon in eine andere Richtung. Eher düster und eher an den Tanzboden gerichtet, liefert Meander hier ein Album für alle Freunde des Hardcore Drum & Bass, Crossbreed und Breakcore ab. Produktionstechnisch liegt das Qualitätslevel hier verdamm hoch und er brauch sich mit seinem Sound hinter niemandem der großen Namen verstecken. Das Mastering von SMAC (aka Eye-D) tut ein Übriges. In dieser Sparte sicherlich bisher eines der besten Alben des Jahres.

Meander – Gazing Long Into The Abyss (TNT010)

01 The Abyss
02 Pretend
03 Black Smoke (AK-Industry Remix)
04 Stranger
05 Almost Evil
06 Tainted
07 Visions Of Demons
08 Search & Rescue
09 Another Monster
10 Endless Blackness (VIP )
11 Lamb
12 Lambaste
13 Iconoclast
14 Skeleton Dance
15 Candle

Previews: http://taintedaudio.bandcamp.com/album/gazing-long-into-the-abyss

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(TRAX0129) Art Of Fighters – Keep On Rocking

cover_trax129_AoF_612x612Liebe Corestyle-Gemeinde,

heute möchte ich damit beginnen den Release-Feed ein wenig zu füllen und den Beginn damit machen die italienischen Jungs von Art of Fighters . Ihre neueste EP heißt “Keep on Rocking” welche mit 3 neuen Tracks an den Start geht und von diesen 3 Tracks gibt es jeweils noch eine “Edit” Version welche jeweils ohne den Intro/Outro-Part auskommt. Scheint wohl ein neuer Trend zu sein beim Traxtorm-Records-Label. früher war es ja so das die Vollversionen nur den  Vinylpuristen vorbehalten war und die Fan-Gemeinde die zur CD griff leider nur mit den Cut-Versionen auskommen musste. Nun befinden sich halt auf deren Digital-Releases die Dj und die Cut-Versionen. Meines Erachtens nach hätte man sich die Cut-Versionen sparen können und stattdessen noch 1-2 Full-Length-Tracks raushauen können. Doch dies ist natürlich Meckern auf hohem Niveau wenn man bedenkt wie lange Traxtorm schon die Mainstyle-Fahne von der Qualität her oben hält. Kommen wir nun zu den Tracks:

 

Keep on Rocking: Die Art of Fighters starten mit diesem Track ziemlich langsam(155BPM). Allen den der Mainstyle in der letzten zeit zu flott war werden hier definitiv aufatmen können, da der Track durch seinen stampfigen Beat zu beginn doch einen ordentlichen Drive hat. Der erste Break wird mit einem Sprachsample von steve Jobs eingeläutet, die Melodie die dabei erklingt wird den meißten ehr an Dance-Musik aus den 90ern erinnern doch bis zum Ende des ersten Breaks schraubt sich die Melodie bis in das heutige Jahrtausend. Der Main-Part hat dann eine nur gering härtere Kick vorzuweisen doch die Melodie nimmt hier “bösere” Formen an, dass wird alle die freuen denen der Mainstyle in der letzten Zeit zu cheesy war vom Sound her war. Leider muss man dann aber auch sagen das nach dem zweiten Break keine großartige Überraschung mehr vorkommt und dann doch relativ flott der Outro-Part eingeläutet wird.

 

My Drug: The Competition feat. Alien T: Lange nichts mehr von Alien T gehört!? Nun hier ist er wieder unüberhörbar schon im Intro mit seiner berühmt berüchtigten Kick welche mit 165 BPM voranschreitet. Der erste Break beeinhaltet einige italienische Vocals nach diesen wird ein schön fieser Synth eingesetzt welchen ich gerne nochmal gehört hätte im späteren verlauf des Tracks. Der Hauptpart ist ist mir hier auch leider ein wenig zu Kicklastig, keine eingehende Melodie die das Treiben untermalt und auch kein durchdringender Synth-Sound der das ganze aufpeppt außer im letztem Break. Nach diesem finde ich den Trackverlauf interessanter als im Main-Part das traurige hierbei ist das der Track nur noch knapp 1:30 min. andauert.

Goodbye(See You Next time): Laut Pressetext handelt es sich hier um den Closing-Track der Art Of Fighters welcher mit 200 BPM schon extrem schnell ist und gerade im Mainstream-Hardcore für mich einen oft ziemlich unharmonischen Eindruck hinterlässt. Das ist aber meine rein subjektive Meinung das Mainstyle nur im gedrosseltem Tempo funktioniert auch wenn Ausnahmen hierbei natürlich auch die Regel bestätigen. So könnte man es auch hier sehen bzw. besser gesagt hören. Schon im ersten Viertel des Tracks nimmt dieser ordentlich fahrt auf nachdem nach jedem 4/4 takt ein treibendes Track-Element hinzugefügt wird. Im Break hört man dann die Vocals des Tracktitels welche sich erst nach mehrmaligen hören erschließen, da diese leicht gewöhnungsbedürftig sind. Da ein guter Party-Track aber nicht alleine von seinen Vocals und seiner Kick(welche hier auch von der Tonlage hätte etwas tiefer sein können)  leben kann war ich doch froh zu hören das nach dem zweiten Break noch ein paar Synth-Spielereien hinzukamen.

 

Fazit: Die Art Of Fighters haben hier eine ziemlich solide Party-EP rausgehauen wobei der Track mit Alien-T für mich leider doch der enttäuschendste gewesen ist. “Keep On Rocking” ist ein guter Track für den Beginn eines Sets und “Goodbye(See You Next Time)” ist für mich die pure stumpfe Offenbarung. Der Track lässt Gabber-Herzen bestimmt höher schlagen weil er so einfach strukturiert ist und dabei einfach nur Spaß macht und das trotz seines hohen Tempos. Bestimmt nicht einer der stärksten Veröffentlichungen der Italiener aber dafür eine ziemlich qualitative.

Die EP wurde am 23.07.2014 veröffentlicht und ist in jedem gutem Digital-Shop zu finden.